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Hot Pot ? ein wirklich heißes Vergnügen
Von Frieder Demmer
Übersicht

Der Winter ist nun da und der ist in manchen Teilen Chinas einfach manchmal ein ganz klein wenig widerlich. Aber der Chinese als solcher hat schon vor Jahrhunderten (und vermutlich waren es auch hier letztlich Jahrtausende...) DAS Universalmittel sowohl gegen Winterfröstelei als auch Nebel-Depression erfunden:

Den Hot Pot, huo guo, 火 锅 ? Chinas traditionelles Mega-Fondue.

Die Idee ist einfach: Man lade Freunde und oder Familie ein, nehme einen großen Topf Brühe, bringe diesen (nicht die Freunde ? oder zumindest nicht zuerst) zum Kochen, lasse dann die Anwesenden alles in die Brühe hineinwerfen, was sie gut und lecker finden und genieße gemeinsam was raus kommt. Und das ist in der Regel jede Menge Spaß, jede Menge hochbekömmlicher, gut gekochter Spezialitäten und zum krönenden Abschluss immer eine schlicht umwerfende Brühe.

Natürlich kann der Gesamtablauf etwas feiner oder förmlicher gestaltet werden als hier beschrieben ? aber die Grundidee scheint mir angemessen wieder gegeben.

Für die Herstellung daheim gibt es von der technischen Raffinesse und Materialausführung etwas an gusseiserne Waffeleisen erinnernde (aber auch ebenso zuverlässig funktionierende!) Basis-Sets für rund 10 Euro oder aber trickreich-schicke Keramik-Warmhalteplatten mit Teflon-Töpfen für 35 und mehr. Wir haben uns eine der letzteren Ausführungen gegönnt, aber in Wirklichkeit, wenn man nicht ein ausgesprochener Fan ist, kommt man wunderbar ganz ohne jegliche eigene Ausstattung aus, einfach mittels der zahllosen Restaurants:

Hot Pot-Restaurants sind beliebt und das nicht von ungefähr: man kann ohne Probleme im gleichen Restaurant für 4 Personen 50 oder 1000 RMB ausgeben. Dadurch ist das Publikum sehr gemischt und die Stimmung noch eine Spur lebhafter als sonst in China. Dazu kommt der Dunst von zig dampfenden Suppentöpfen ? in einem voll besetzten Hot-Pot-Restaurant kann daher wohl ohne Einschränkung von ?brodelnder? Stimmung sprechen.

Das Spektrum der Lokalitäten reicht vom einfachsten Garagenladen über fixe Hot Pot-Bars für den Mittagssnack bis zu beeindruckenden Gourmet-Palästen. Solche Paläste gehören - wie viele Essens-Top-Adressen in China - gerne zu Ketten.

Berühmt werden Hot-Pot Ketten insbesondere anhand dreier Faktoren:

Der erste und (für Chinesen) mit entscheidende, sind die Dippsoßen, die zum Hot Pot gereicht werden (chin.: Jiang, 酱)). Wir speziell dippen beim Hotpot verhältnismäßig wenig, da wir insbesondere den Geschmack der Brühe mögen ? aber es gibt da eben andere Geschmäcker. Die bekanntesten Restaurants verwenden eingeschweißte Fertigsoßen, was wir Westler automatisch abwertend sehen, Chinesen dagegen gar nicht: So soll dokumentiert werden, dass man wirklich das ?Original? bekommt.

Die einfachsten Standardsoßen sind:

Hua Sheng Jiang, 花 生 酱 : Erdnusssoße: Wer Erdnussbutter mag, wird hiermit sicher glücklich.


 
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hermann2111 (Gast)
22-jun-07
war ein genuss, das zu lesen !
freue mich auf meinen naechsten shanghaibesuch im sept./okt. und den hotpot in dem restaurant in den xingzou lu, urig, chinesisch, laut, saugemuetlich.
Grüße von hier
 
 
Frieder Demmer
27-nov-06
Neuester Schrei sind Restaurants, in denen jeder am Tisch einen kleinen eigenen Hot Pot kriegt und man seine Dippsaucen an einer gut sortierten Zutatenbar selber mischen kann.

Ist man mit 2-6 Personen unterwegs, ist das wirklich nett. Grundsätzlich hat man den Vorteil, dass jeder sein ganz eigenes Süppchen kochen kann - wobei das nicht zu tun, ja gerade ein Teil des Spaßes ist.

Bei großen Gruppen nimmt der Aufwand die kleinen Hotpots für alle an den Tisch zu bringen, die Spiritus-Warmhalteöfchen einzeln anzuwerfen und die Brühen mit den Spiritusflämmchen zum Kochen zu bringen etc. dem Ganzen leider zu Beginn viel seiner eigentlichen Entspanntheit.

Fazit:
Für kleinere Gruppen eine witzige Variante - in der Summe siegt für mich jedoch der Klassiker mit einem oder bei großen Gruppen auch zwei oder mehr großen, Gas-, Kohle - oder Strombefeuerten Töpfen.

Die Dippsaucenbar ist dagegen uneingeschränkt eine absolute Super-Idee!
 
 
Frieder Demmer
30-dez-05
Hallo Hans,

man sollte dazu anmerken, das Hunde-Hot Pot generell in Shanghai eher unüblich ist, man ihn wirklich suchen und zum Teil zudem extra nachfragen muss (da eben der Handel mit Hund engeschränkt ist).

Prinzipiell bekommt man Hund auch nicht "zufaellig" aufgetischt (Hund ist teuer). Wahrscheinlichster Fundort waren bisher Koreanische Restaurants.

Aus diesen Gründen war Hund in der Kolumne auch nicht erwähnt, da er in der normalen chinesischen Hot Pot Szene in Shanghai keine sichtbare Rolle spielt.

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass wir nicht wirklich wissen, ob es bei diesem Artikel nicht eigentlich darum geht, die zunehmende Anzahl relativ frei laufender Hunde in Compounds und Innenstadt einzudämmen, indem man eine Urban Legend erzeugt.

Nebenbei kann man auf diese Art und Weise zudem den Markt für Hundefleisch angreifen, indem man die Angst vor Vergiftung erzeugt.

In Shanghai hat man verwaltungsseitig schon immer die negativen Image-Effekte des Hundeverzehrs gefürchtet.

Also für alle die sich für neuen Hot Pot interessieren:

Nicht einschüchtern lassen, erst recht nicht in Shanghai. Ganz sicher muss niemand Hund Essen.

Hundebesitzer dagegen aufgepasst, der Artikel schafft viel Freiraum für das mysteriöse Verschwinden von Hunden... .

Das wäre meine Sicht der Dinge, Gegenrede willkommen :-).
 
 
Hans Zucker
30-dez-05
Hi,

Shanghai Winter Hot Pot erwärmt das gemüt......
http://tinyurl.com/9hdp3

Beste Grüsse, Munter Bleiben!
Hans Zucker
 
 
Frieder Demmer
15-dez-05
http://www.schanghai.com/index.php?p=forum&fl=sh&fl=sh&sfl=sh&dmsgid=60682&forum_sr=true&subpage_offset=0&forum_offset=0&dv=7&forum_searchterm=Hot+Pot&forum_searchfield=&forum_sm=AND#60748

Sonst ist mein Ansatz einfach zu schauen: Jedes Viertel hat ein oder mehrere Restaurants: Sind viele Leute drin, kann es schon nicht ganz verkehrt sein - dann muss man noch seinen persoenlichen Sauberkeits-Verrauchtheit etc.-Maßstab anlegen, um seinen Favoriten zu finden. Die ersten Sprachhürden kann man mit den Hinweisen im Artikel hoffentlich auch überwinden.

Wir waren zuletzt Wohnortbedingt eigentlich immer in Qibao. Wenn man von Qibao "LeGou" (Hymall mit Parkhaus) auf der rechten Seite der Qixin Lu Richtung Caobao Lu läuft, kommt sofort gegenüber von der Hymall das erste passende Hotpot-Restaurant, dass ohne Reservierung in der Regel jedoch hoffnungslos ist.

Ca. 150 m weiter ein weiteres (Glasfront, ein paar Tische im Erdgeschoss, Metalltreppe in den großen zweiten Stock) - keine Englisch Karte, aber hier wurde zumindest Englisch gesprochen - finde leider gerade die Kundenkarte nicht , reiche den Namen ggf. nach... ).
 
 
ivonne
15-dez-05
Kann den Artikel nur bestätigen, war genauso wie ich es kenne!!
Hatte in Nanjing sehr leckeren HotPot! Was mir allerdings fehlt ist ein guter Tip wo man hier in Shanghai zum HotPot essen gehen kann! Es ist kalt also her mit den Tips!!

Vielen Dank.

Gruß
ivonne
 
 
Frieder Demmer
14-dez-05
Das Chaussee in Söflingen, machen allgemein auf Bestellung (ungefähr 2 Tage Vorlauf) authentische chinesische Küche.
 
 
Herr der Schafe
13-dez-05
Hallo,

ich hätte mal eine Frage und zwar dein Haus und Hof Chinese in ULM. Wo ist der? Ich fliege im Februar wieder nach Hause und hätte gern gewusst wie ich mit meinen Freunden auch mal Hot Pot essen gehen kann. Danke!
 
 
Feinschmecker
13-dez-05
Ich liebe hot pot und deren Vielfalt, koennte ich jeden Tag haben!
 
 
Kerstin Kaehler
12-dez-05
Koestlicher Artikel im wahrsten Sinne des Wortes! :o)
Da muss ich doch gleich mal zum Telefonhoerer greifen und ein paar Freunde zusammentrommeln...es ist jetzt ja kalt genug in Shanghai!

Kerstin
 
 
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