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1. Bundesliga
Treffen
Es ist ein Kommen und Gehen
Von Peter Kruse
Übersicht

Einmal zurück in Deutschland, kann man auf einen bunten Freundeskreis aus der ganzen Welt blicken, kann zu einem späteren Zeitpunkt Freunde in Amerika, Indien, Australien und in vielen anderen Ländern besuchen. Mit den deutschen Freunden teilt man darüber hinaus eine ganz besondere Zeit im Ausland, die einem niemand nehmen kann. Man ist auf besondere Weise miteinander verbunden, es scheint uns eine nochmal andere Verbundenheit zu sein als mit Freunden, die man in Deutschland hat. Diese Verbundenheit ist nicht besser, aber anders. Beruflich wird man darüber hinaus immer Kontakte haben, die einem einmal weiterhelfen können, evtl. reicht dieses Freundschaftserbe sogar bis zu den eigenen Kindern weiter.

Das Leben in der Heimat kann auch mal Stagnation und Langeweile bedeuten. Meist verkehrt man in dem vertrauten Kreise von Menschen, die man schon lange kennt. Es fehlt da manchmal an Esprit, an Ideen, Unternehmungsgeist und in Problemlagen auch mal an Kreativität, wie mit der jeweiligen Situation umgegangen werden kann. Freunde im Ausland haben sich öfter in sehr ungewohnten Situationen wiedergefunden, die zu meistern nicht immer leicht waren. Dieser Erfahrungsschatz ist oft hilfreich für die Bewältigung eigener kleinerer oder größerer Lebenskrisen.

Was nun?

Um sich in Situationen, in denen gute Freunde wegziehen, nicht ganz und gar allein und sogar mutlos zu fühlen, ist es immer und auch unabhängig davon wichtig, auch die Freundschaften aus der Heimat weiterhin zu pflegen. Manchmal wirkt es verlockend, ganz und gar im „hongkonger Leben“ aufzugehen und die Menschen aus der Heimat – ohne böse Absicht natürlich - zu vernachlässigen. Plötzlich sind 2 oder mehr Jahre vergangen und ehe man sich versieht, ist man auf dem besten Weg, sich aus den Augen zu verlieren. Auf einmal merkt man, dass man weder in Deutschland noch hier gute Freunde hat. Es mag sich drastisch anhören, es gibt natürlich alle Arten von Freundschaften und viele halten auch eine „Fernbeziehung“ aus. Dennoch: Die Freunde aus der Heimat sind die, die da sind und bleiben, die hongkonger Freundschaften sind – Sie, andere und auch ich haben es erlebt – oft kurzlebiger.

Peter Kruse ist evangelischer Theologe, Volkswirt und Psychotherapeut. Von 2007 bis 2013 als evangelischer Pastor in der Deuschsprachigen Kirchengemeinde Shanghai (DCGS) sowie als Coach und Therapeut für die AHK und Bosch tätig, berät Peter Kruse nun vom Standort Würzburg aus deutschsprachige Expats in China sowie Rückkehrer aus China/Asien. Mehr zu Peter Kruse in seinem deutsch.hk Communityprofil.


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