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Globalisierung zähmen   guter beitrag schlechter beitrag
Franznolte
26-mär-07
Immer deutlicher wird, dass die amerikanische Volkswirtschaft unter der ?neoliberalen? Wirtschafts- und Finanzpolitik der US-Zentralbank Fed und der mächtigen Wall-Street zunehmend selbst leidet. Amerikanisches Kapital samt Technologie wandert aus, zahlt keine Steuern, nimmt Arbeitsplätze und know-how mit, lässt Arbeitslosigkeit, überschuldete Verbraucher zurück und eine um seine produzierende Industrie geschrumpfte amerikanische "Dienstleistungs- und Konsumgesellschaft, deren Werte sich im Besitzstreben, im Konsum und in der Profitmaximierung erschöpfen.
Zu allem Überfluss leisten sich die Vereinigten Staaten auch noch einen unproduktiven Militärapparat, der zu groß ist für die Landesverteidigung, aber zu schwach, um "Neoliberalismus im Sinne von Vorherrschaft" in der Welt militärisch auf Dauer zu sichern.
Läßt sich die einzig verbliebene Supermacht ein auf eine globale Rivalität mit Wachstumsstaaten und Atommächten wie China, Indien und Russland?
Soll sich Europa den USA anschließen oder weiterhin auf Multilateralismus bauen, internationales Recht achten und partnerschaftliche Beziehungen überall in der Welt pflegen? Europa braucht eine starke, demokratische Verfassung und Regierungen, die sich demokratischen Grundsätzen verpflichtet fühlen, die den Pfad von Freundschaft mit allen Völkern der Welt beschreiten, die gerechten und fairen Handel zu allseitigem Vorteil aktiv fördern, die soziale Verantwortung und Gerechtigkeit nach innen tragen und die das Völkerrecht und internationale Regeln achten?

Eine zukünftige europäische Verfassung sollte Europa den Rahmen bieten, sich in die sich entwickelnde globale " new economy " einzufügen, um dort beim Aufbau der Volkswirtschaften überall in der Welt zu helfen und um so eine solide und natürliche Grundlage für gesundes Wachstum, gerechten Wohlstand und Frieden in der Welt auf Dauer zu schaffen.
Die Staaten sollten sich nicht aus ihrer Verantwortung für ein nachhaltiges Wachstum stehlen und die europäis
 
 
aw: Globalisierung zähmen   guter beitrag schlechter beitrag
Franznolte
26-mär-07
Quo Vadis Europa?

www.globalisierung-zaehmen.de


Wäre eine ?Transatlantische Freihandelszone? zwischen Europa und den USA eine gute Lösung? Würde das nicht gefährliche Fronten aufbauen? Müßte der ?freie Welthandel? dabei nicht auf der Strecke bleiben?
Liquides, angloamerikanisches "Privat Equity" in Investorenhand versucht immer verzweifelter, Extraprofite zu erwirtschaften und den Globalisierungs-prozess ausschließlich zum eigenen Vorteil zu nutzen. Es schickt sich an, nach den Erfolgen in den USA und nach der Entflechtung der Deutschland-AG jetzt verstärkt auch in Kontinentaleuropa seinen Einfluß zu vergrößern, immer nur auf der Jagd nach Renditen, Dividenden, Profiten, Gewinnen.
?Private Equity? und ?Hedgefonds? sorgen in den Unternehmen und auf den Finanz- und Währungsmärkten der Welt für Unruhe und mit ihren waghalsigen finanziellen Transaktionen bringen sie gesunde Unternehmen und eventuell sogar das ganze globale Finanz- und Wirtschaftsgefüge in Gefahr.
Der Blick für ?soziale Verantwortung? und die soziale Komponente in einer "sozialen Marktwirtschaft" und in der ?Freien Welt? scheint durch die Erwartung von immer höheren Renditen, Dividenden, Aktienkursen und Gewinnen deutlich getrübt zu sein.

Schwankungen im Währungs- und Finanzgefüge sind der Boden, auf dem spekulative Finanztransaktionen am gewinnträchtigsten gedeihen, etwa am Aktienmarkt, bei Übernahmen oder unter Ausnutzung von Unterschieden bei den Währungen. Aus Wettbewerbsgründen müssen weltweit aufgestellte Konzerne ?Profitmaximierung? betreiben, ob sie es wollen oder nicht, ebenso, wie die privaten und institutionellen Finanzinvestoren anglo-amerikanischer Prägung, die in ihrer großen Mehrheit in London und in New York beheimatet sind. Der Konkurrenz immer um eine Nasenlänge voraus, rennen sie ununterbrochen hinter steigenden Gewinnen her. Je enger der Markt, umso mehr müssen sie wachsen.
 
 
aw: Globalisierung zähmen   guter beitrag schlechter beitrag
Franznolte
26-mär-07
Quo Vadis Europa?

www.globalisierung-zaehmen.de

Gesättigte Märkte, industrielle Überkapazitäten in den Industriestaaten und der erbitterte kapitalistische Wettbewerb bei der Jagd nach immer höheren Gewinnen treiben die global aufgestellten Unternehmen, ebenso wie die angloamerikanischen Investoren, die 80 % ihres Marktsegments beherrschen, bis in die hintersten Winkel der Erde und da, wo sie Lücken hinterlassen, wie in Afrika, stoßen Schwellenländer, wie China, Indien und andere nach, immer auf der Suche nach Energie, Rohstoffen, Absatzmärkten, und Handelspartnern.
Diplomatisches Geschick und behutsames Handeln der Regierungen wird erforderlich sein, um ? Globalisierung zu zähmen " und " ihre Früchte zu ernten". Wenn die urwüchsig vonstatten gehende Kräfteverschiebung in der Welt weiterhin friedlich verläuft, dann kann ein angemessener und gerechter Anteil an der Zukunft der Menschheit Millionen von Arbeitskräften und Verbrauchern in den Ländern zu Gute kommen, die bisher zu kurz gekommen sind. Internationale Unternehmen, Finanzinvestoren und allerhand "global player" werden ihnen weiterhin dabei helfen, denn sie befinden sich in einem unerbittlichen Wettbewerb und müssen deshalb immer weiter steigende Profite erzielen, bei Strafe des Untergangs.
Die besten Gewinnchancen bieten derweil und in Zukunft die Wachstumsmärkte in den Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere dann, wenn die internationalen Unternehmen eine Menge Arbeitsplätze, Kapital und Technologie mitbringen, denn danach besteht überall in den riesigen Wachstumsregionen große Nachfrage. Eine natürliche und verständliche Nachfrage.
Langsam wird immer deutlicher, wer die Gewinner und wer die Verlierer von Globalisierung sind und warum Globalisierung nicht allen Menschen in gleicher Weise nutzt, vielmehr vielen auch großen Schaden zufügt.
 
 
aw: Globalisierung zähmen   guter beitrag schlechter beitrag
Franznolte
26-mär-07
Quo Vadis Europa?

www.globalisierung-zaehmen.de


Soll Europa gemeinsam mit den Schwellen- und Entwicklungsländern eine neue Art von globaler "new economy" aufbauen
- in den sich entwickelnden Wachstumsmärkten der "Dritten Welt"
- in einem Klima von Geschäftstüchtigkeit und Fairness
- in Partnerschaft und "Harmonie? nach innen und außen und
- unter Achtung international verbindlicher Regeln und
- insbesondere des Völkerrechts.
Oder soll sich Europa im Rahmen der ?North Atlantic Treaty Organisation? und noch enger im Rahmen einer ?Transatlantischen Freihandelszone? den USA anschließen, die am Hindukusch die Freie Welt verteidigen und sich einen unproduktiven und überdimensionalen Militärapparat leisten, trotz wachsender, hoher Verschuldung und sich in Zukunft vielleicht einmal einlassen werden auf eine Rivalität mit Wachstums- und Atommachtstaaten wie China, Indien und Russland.
Soll Europa eine exklusive ?Transatlantische Freihandelszone? anstreben, die Schwellen- und Entwicklungsländer brüskieren und die Märkte noch weiter öffnen für angloamerikanisches privates Kapital, institutionelle Investoren, "Investment-Banking" und "Private Equity", das im Überfluss vorhanden und höchst liquide rund um den Globus auf der Jagd nach Aktiengewinnen, hohen Renditezielen, Dividenden, Profiten ist?
Seit dem letzten "Fünfjahres-Plan" der chinesischen Regierung vom März 2007 ist mehr und mehr deutlich geworden, dass China als eine gewichtige Kraft der sogen. BRIC- bzw. Schwellenländer nicht die ?Gelbe Gefahr?und der "rote Drache" ist. Vielmehr scheint die chinesische Regierung einen Weg eingeschlagen zu haben, der eine "harmonische Gesellschaft" im Innern und auf der Weltbühne ?Harmonie? zum Ziel hat, auf der Grundlage einer sogen. ?sozialistischen Marktwirtschaft ".
 
 
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Frieder Demmer
26-mär-07
Interessanter Versuch durch Multipostings mit Hilfe der Link- und Text-Sensibilität von Google zu versuchen, eine Seite zu puschen :-)

btw.: Berhard oder Bernhard ;-)

"Vielmehr scheint die chinesische Regierung einen Weg eingeschlagen zu haben, der eine "harmonische Gesellschaft" im Innern und auf der Weltbühne ?Harmonie? zum Ziel hat, auf der Grundlage einer sogen. ?sozialistischen Marktwirtschaft "."

Da liegt die Betonung wohl auf "scheint" - jüngstes Verhalten gegenüber Vietnam war weder harmonisch noch sozialistisch.

Das reizvolle an China ist natürlich, dass es noch die Chance hat die "alternative Supermacht" zu werden, und das einiges dafür spricht, dass man in China zumindest AKTUELL mehr als in den USA über kooperative statt ausschließlich kompetetive Modelle nachdenkt.

China bleibt aber, allein durch die Verbindung von Größe und zentralistischer Macht gefährlich. Wer das aus den Augen verliert. stützt ggf. auch in China die falschen Entwicklungen.

Die "Alternative Supermacht" müsste nämlich konsequenter Weise dem Machtfaktor geringeres Gewicht geben. Da tut sich - teils verständlich, aber das reduziert leider nicht das grundsätzlich immense Risiko - noch zu wenig.
 
 
(thread closed)

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