HONGKONG

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Thema Entsendung in der Sueddeutschen   guter beitrag schlechter beitrag
PaulundPaula (Gast)
08-jan-08
Betrifft mich zwar nicht, aber einigen anderen aus Paulas Bauchladen gings schon so:

http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/208/150833/

Interessant: Zuviel Anpassung ist schaedlich fuer die Karriere. Vielleicht sollten wir doch aufhoeren, auf den ignoranten Expats rumzuhacken? Die haben damit mehr Erfolg!

Na, wollen wir hoffen, dass mehr 35-45 jaehrige im derzeit angeblich leergefegten Arbeitskraeftemarkt in D sesshaft bleiben, dann gibts mehr qualifizierte Stellen fuer "Lokalvertragler" zu ordentlichen Konditionen.

(P.S. in den Stellenmarkt braucht Ihr gar nicht gucken, fuer Shanghai ist nix umwerfendes dabei, es sei denn Ihr interessiert Euch fuer eine Stelle als Kinderbetreuer.)
 
 
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mime001
08-jan-08
Hey PuP,

lieber einen lokalen Vertrag mit Expatgehalt, als ein Expatvertrag mit lokalem deutschen oder chinesischen Gehalt.... ;-))))

Gruss
Mime
 
 
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PaulundPaula (Gast)
09-jan-08
Genau! Problem ist nur, Anschlußjobs wollen sie einem meist mit lokalem Vertrag für chinesisches Gehalt andrehen.
 
 
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Frieder Demmer
09-jan-08
"Zuviel" ist immer schädlich :-).

Erfolg in China (oder anderem Ausland) erfordert durchaus andere Kernkompetenzen als Erfolg in Deutschland. Wer in China erfolgreich war, hat hier wohl "seinen" Markt gefunden. Er ist dann bei der Rückkehr nicht "überangepasst", sondern trifft - meiner Erfahrung nach - auf genau die typbedingten Probleme, die die Person vorher schon in Deutschland hatte.
Es ist für die Betroffenen dann nach der Entsendung nur schwerer, mit diesen "Nichtpassungen" umzugehen, da sie zwischenzeitlich erlebt hat, dass es auch anders geht. So ist auch das "missionarische" Auftreten zu verstehen: Es sind eben Führungskräfte, die natürlich versuchen ihr Arbeitsumfeld auf sich bezogen zu optimieren, erst recht, wenn sie dann ein solches Umfeld schon funktionierend erlebt haben.

Weiterhin gibt es das, was ich die "Rache der Daheimgebliebenen" nenne: "Wenn Du glaubst, Du hättest was besonderes gemacht, wir holen Dich hier schon wieder runter... !", was man im Spiegel zur "Überangepassheit" auch "Entwicklungsresistenz" nennen könnte :-).

Ganz davon abgesehen: Das erwähnte "Going Global-Portal" ist eine durchaus gelungene Einrichtung.
 
 
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mime001
10-jan-08
genau Frieder....die Rache der Daheimgebliebenen nenne ich auch Neid !

Neid: weil der Expat mit und auf "unsere" (daheimgebliebenen) Kosten (oftmals doppeltes Gehalt und mehr) die "Sause" gemacht hat.
Neid: weil der Entsandte, die "Welt" gesehen hat
Neid: weil sich der Entsandte nach seiner Wiederkehr, die Position, die er dann bekommt nicht in DE erarbeitet hat, sondern in Uebersee
Neid: weil manche GM oder MD hier in CN in DE nicht einmal das Zeug zum Abteilungsleiter haetten und nur die richtigen Strippen gezogen und network gehabt haben.
 
 
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PaulundPaula (Gast)
10-jan-08
Sehr treffend, besonders der "Neid auf die Welt" :-). Aber wie man hier sieht (Currywurst in Shanghai), haben inzwischen auch wieder mehr Leute einen A... in der Hose und ziehen ohne Puderzuckerspritze (Expatvertrag) los, wenn ihnen danach ist.

Besagter "Neid auf die Welt" geht ja schon innerhalb Deutschlands los, wenn man aus aermeren Landesteilen (Franken, Ostdeutschland, Emsland) in reichere (Hamburg, Muenchen) zieht- wahlweise gilt man als Landesverraeter oder wird angeneidet, weil man sich ein neues Motorrad kaufen kann.

Und was lernen wir daraus? Aus dem Leben eine lebenslange Weltreise machen und sich gar nicht auf so eine Tretmuehle und so kleinkarierte Vergleiche einlassen. Oder gemaess seinem Lebensentwurf (von mir aus auch DHH mit Carport und Mallorcaurlaub) leben und gut ist- frei nach dem Motto, was kratzt es die Eiche, wenn sich ein Schwein an ihr reibt.
 
 
(thread closed)

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