HONGKONG

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Guomindang (Gast)
18-jan-08
Tja, sieht wirklich so aus als ob man/frau in D die Globalisierung verschlafen hat.
Es rächt sich nun, daß die faulen deutschen Arbeiter sich von den Gewerkschaftsbonzen ständig zu Streiken aufhetzen haben lassen. Deren ständige Lohnerhöhungsforderungen bezahlen jene Leute nun mit ihren Arbeitsplätzen. (Pardon, ich muß aus irgendeinem Grund lachen)
So ein Pech auch.
 
 
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Xiaojo
18-jan-08
@guomindang

Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass die Leute im Nokiawerk gestreikt haetten.

Gewerkschaften sind wichtig, aber sie setzen sich in Deutschland die total falschen Ziele.
Generell gilt, dass in den vergangenen Jahren die Lohnzurueckhaltung zu einer hohen Konkurrenzfaehigkeit Deutschlands geführt hat - das war wichtig. Aber die Deutschen Loehne sind schon vorher tiefer als die in Frankreich gewesen... es macht also wenig Sinn noch mehr daran zu drehen, wegen des schwachen Binnenmarktes.
Was Deutschland braucht ist eine leichte Auflockerung des Arbeitsrechts und mehr Föderalekonkurenz vielleicht nicht so viel wie in der Schweiz, aber eine leichte Tendenz. So eine Reform wäre kostenlos und der Effekt wäre drei mal so gross wie die Lohnschraube. Nicht zu letzt schneidet der Standort Deutschland in fast allen Untersuchungen sehr gut ab - nur beim Arbeitsrecht, Mitbestimmungsrecht und den lokalen Behörden (Korruption und Ineffektiv) sieht es extrem schlecht aus.
 
 
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petermedia
18-jan-08
@Guo wie auch immer.
Dümmer gehts nimmer.
In Detuschland in Relation zur Eu extrem selten gestreikt.
Nur weil die Lokführer lächerliche dreit Tage gestreikt haben gleich von Gewerkschaftsmacht Aufhätzung zu Ständigem Streiken zu sprechen ist purer Populismus oder zeugt von Dummheit.
Die Kaufkraft z.B der Finnen Reallöhne sind höher als in D.
Auch wenn ich die teilweise Überregulierung des Arebitsmarktes in D für falsch halte, aber hier von faulen Arbeitern zu sprechen ohne die Hintergründe zu kennen zeugt von Arroganz
Was willst du? das die leute in D zu rumänischen oder chinesischen Bedingungen arbeiten.
Die meisten von uns profitieren von dem Turboglobalsierungsystem, aber man sollte vielleicht eher ein wenig Demut zeigen und nicht arrogant auf die Ängste einer ganzen Bevökerungsgrupe blicken.
Machen wir uns doch nichts vor. In den Zeiten der Globalisierung und immer grösser werdenden Schere zwischen arebitenden Bevölkerung und den Leuten die die Produktionsmittel haben, immer grösser wird, sind estere halt die Verlierer. Nur weil die meisten von uns auf Grund von Können oder Glück ( noch) zu den oberen drittel gehören sagt das noch nichts über die moralischen Dimensionen aus.
Ich wundere mich in Gesprächen immer wieder über die Blindheit, und wir haben es doch gerade hier in China täglich vor Augen, mit der einige geschlagen sind.
Um aber auf Nokia zurück zu kommen. Was mich da ankotzt ist erst mal nicht die unternehmerische Entscheidung an sich, sondern das Timing und die Kaltschneuzigkeit wie das durchgezogen wurde.
 
 
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Guomindang (Gast)
19-jan-08
@petermedia

"Dümmer geht´s nimmer"

Na wenn DU das sagst...:)
 
 
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Frieder Demmer
29-jan-08
@Guomindang: Roland Kochs Hooligan-Kampagne war nicht zufällig Deine Idee?

Richtig ist, dass es in Bochum einen starken Betriebsrat gab - aber das entspricht einfach deutschem Recht.

Das Werk, um das es geht, hatte darüber hinaus vorbildliche Prozesse und war in sich rentabel. Die Bochumer Mitarbeiter hatten unter der Vorgabe transnationaler Orientierung schlicht KEINE Chance, denn südosteuropäisches Lohnniveau ist bei uns auch mit einer Belegschaft gewerkschaftlich komplett losgesagter Workaholics nicht zu realisieren.

Aber ist schon in Ordnung. Ich meine mit den Emotionen beim "Fußvolk" hatte es die Guomindang ja irgendwie nie so richtig. Ich bin mir aber sicher: Noch ein, zwei kleinere Revolutiönchen und auch ihr lernt (ggf. dann organisiert auf den Faeroer Inseln, von denen Ihr wahlweise die Legitimität von Island, Großbritannien oder Norwegen anzweifeln könnt), dass man die Zahl der Menschen, die einen wirklich hassen, dauerhaft einfach kontrollieren sollte, gelle ;-)

Nur um es klar zu Stellen. Ich persönlich bin definitiv kein Kommunist, da ich abstrakte Erziehungsgesellschaften für illusorisch halte - nur vergessen mir zunehmend zu viele Konservative, welche emotionale Gemengelage die kommunistischen Bewegungen der Vergangenheit befeuert hat: Da wird aktuell ohne Not mächtig Kohle nachgelegt!
 
 
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Guomindang (Gast)
30-jan-08
@Frieder Demmer

Hooligan? Meinst Du damit die "Gentlemen" aus der U-Bahn?

Nun ja, für die Emotionen vom "Fußvolk" hatten Sozialisten schon immer "ein Händchen"... siehe 1933-45.

Was ist den so schwierig? Die Zeiten als der "Trikont" auf Kosten der restlichen Welt Gewinn gemacht hat, sind vorbei. Nun sitzen mehrere Wettbewerber mit am Tisch und die Karten wurden neu verteilt.
Warum ein überteuertes deutsches Produkt kaufen, wenn andere qualitativ gleichwertige Ware produzieren?
Sollen die Arbeiter in anderen Ländern verhungern, nur weil deutsche Arbeiter einen neuen "Flachbildschirmfernseher" brauchen oder nach "Mallorca" fliegen wollen? Du machst mir Spaß.
Die Globalisierung ist gerecht.

Was deutsches Recht betrifft... Hierzu mußt Du Drstrangelove befragen. Jener hat diesbezüglich einschlägige Erfahrung gemacht...:\


Bezüglich der Abgaben in D: Weiß jdm. warum in D die Straßen nicht aus Gold sind?
 
 
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DRstrangelove (Gast)
30-jan-08
Um wahllos argumentieren zu koennen, muss ein nur zur rechten Zeit das richtige Wort einfallen, mit dem man vernuenftiges Ueberlegen totschlagsargumentativ verhindern kann: Globalisierung.

- die Loehne muessen minimiert werden, damit die Profite maximiert werden koennen: die niedrigen Loehne in Rumaenen sind natuerlich gerecht, waehrend die Lohnforderungen der einheimischen Arbeiter unverschaemt sind: Nivellierung auf niedrigstem Niveau

- wenn Schwellenlaender wie China und Indien mit preisguenstigen Waren auf dem einheimischen Markt auftauchen, ist das natuerlich unfair und Preisdumping, es sei denn, man produziert selbst in den Laendern und kann den Handelsgewinn einstreichen, dann nutzt man ja nur die Chancen der Globalisierung

- die miesen Arbeitsbedingungen in den Schwellenlaendern sind von diesen zu verantworten, damit muessen die sich abfinden, schliesslich muessen ja die westlichen Firmen sich auch mit den Bedingungen in ihrem Land abfinden. Eine Angleichung an Westniveau gefaehrdet schliesslich auch den Profit, da ist es doch besser, die Westler naehern sich dem niedrigen Standard der Schwellenlaender an

Es ist wirklich an der Zeit, dass das goldene Kalb Profit geschlachtet wird und als Ziel des Wirtschaftens die Sicherstellung eines menschenwuerdigen Lebens fuer alle an dessen Stelle tritt. Ein erster Schritt dazu waere, den Straftatbestand " Verstoss gegen die Sozialbindung des Eigentums" einzufuehren, auch wenn das wegen den neu zu errichtenden Anstalten erstmal viel Geld verschlingt. Ebenfalls hilfreich waeren neue Straftatbestaende bezueglich fahrlaessigen Managments statt Belohnungsarien fuer gescheiterte Manager. Allerdings muss ich zugeben, dass in China die schlechten Manager auch belohnt werden, immer oefter sogar mit einer "schwarzen Dattel".
 
 
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Guomindang (Gast)
30-jan-08
Gedichte by Thomas Gsella

der Deutsche

Den Deutschen eint von Nord bis Süd
die vielzahl der Talente:
der Lagerbau, der Genozid,
das Bier, die Riester-Rente.

Die Toten trägt er mit Grandesse,
die Mütze mit nem Bommel.
Die Tochter weint um Rudolf Heß,
der Sohn um Erwin Rommel.

Der Vater will als Arier
seit je die Welt erretten.
Heut heißt er Vegetarier
und schmiedet Lichterketten.

Der Türke

Der Türk als Volksstamm ist entzweit
vom Säugling bis zum Opa.
Die Hälfte ist Kleinasien leid
die andre ruft: Europa!

Und wahrhaft ist der Türk nicht schlecht.
Viel Geld und Achtung,
verdient der Mann als Folterknecht,
die Frau lebt in Umnachtung.

Sie trägt am Tuch und senkt den Blick
und trippelt hinterm Manne
Es hat der Türk unabweislick
schwer einen an der Pfanne.

der Pole

Dem Polen ward´s nicht leicht gemacht,
trotz allem Tun und Streben
Nie hat er´s recht zu Geld gebracht,
doch braucht man Geld zum Leben.

Drum sieht man ihn, an List nicht klein,
stumm durch die Fremde wandern.
Verkleidet nistet er sich ein
und nimmt es sich von andern.

Er nimmt es sich im Herbst, im Lenz,
im Sommer wie im Winter.
Vermißt du also Geld und Benz:
Der Pole steckt dahinter!
 
 
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maxule
31-jan-08
>> Allerdings muss ich zugeben, dass in China die schlechten Manager auch belohnt werden, immer oefter sogar mit einer "schwarzen Dattel". <<

Hat eine "schwarze Dattel" einen Bleimantel? Oder was für eine Belohnung ist das ?

Bitte um Füllung meiner erbärmlichen Wissenslücke ...
 
 
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DRstrangelove (Gast)
31-jan-08
@maxule


吃黑枣儿, ich weiss nicht ob sie Blei verwenden, koennte auch Wolfram sein
 
 
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Guomindang (Gast)
31-jan-08
Na Hoppalla...!

Die Deutschen werden immer übergewichtiger. Nicht nur faul, sondern auch noch FETT! Fett und Faul. Faules Fett.

Dazu noch die Verstaatlichung. Ich frage mich wie die dann entstehenden Polikliniken mit all den Diabetes- und Suchtkranken fertig werden wollen.



Wo das herkommt, gibt´s noch mehr!:)

Der Ire

Der Ire lebt meist gottgerecht,
da kann ihn nichts verbiegen.
Da liebt´s der Ire, schwer bezecht,
auf Irland rumzuliegen.

Im anderen Zustand, ach wie dumm,
da greift er zur Pistole
und schießt die Nachbarskinder um,
daß sie der Teufel hole.

So ward er, mit sich selbst verkracht,
zum Lieblingskind der Linken.
Die Wahrheit ist: Wer Pausen macht,
soll besser gar nicht trinken.
 
 
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maxule
02-feb-08
Mich dünkt, GMD habe den Hort der Pressefreiheit entdeckt. Allerdings ist mir noch aus der Schulzeit in Erinnerung, daß man Satire hinterfragen und nicht wörtlich nehmen soll.

Na gut, Titanic geht an die Grenzen der Satire (siehe z.B. Kuckucksuhren für FIFA-lao3wai4s) aber ein bisschen humorvolle Distanz hat noch nie geschadet.
 
 
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Guomindang (Gast)
04-feb-08
Laut Tucholsky soll Satire "alles dürfen"... . Liegt vermutlich im Auge des Betrachters.

Der Ukrainer.

Vergraben zwischen West und Ost
liegt schlummernd die Ukraine.
Im Sommer warm, im Winter Frost,
mehr Fakten gibt es keine.

Doch halt! Mehr Fakten gibt es schon
beziehungsweise eine:
ein Teil der Ex-Sowjetunion
heißt heute halt Ukraine.

Ukraine also. Und genug.
Noch dies: sie ist im Wandel.
Die Menschen leben von Betrug
und Mord und Frauenhandel.
 
 
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Guomindang (Gast)
04-feb-08
Nur der Fairnees halber, nicht wegen Nokia.

Der Finne

Der Finne ist für nichts gemacht
als fürs In-Finnland-Wohnen.
Er fläzt in der Mittsommernacht
und futtert Dosenbohnen.

Tagsüber guckt er Elchen zu.
Der Elch ist Finnlands Fauna.
Nachts krabbelt er mit seiner Fru
zum Lieben in die Sauna.

Dort lagert Schnaps, drum klappt es nie.
Nichts tut dem Finnen glücken.
Er ist so unglücklich als wie
sein contrepart, die Mücken
 
 
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diesesmal
07-feb-08
>>Um aber auf Nokia zurück zu kommen. Was mich da ankotzt ist erst mal nicht die unternehmerische Entscheidung an sich, sondern das Timing und die Kaltschneuzigkeit wie das durchgezogen wurde.<<

Die Timing Auswahl ist eigentlich nicht schlecht. Nicht wie vor zwei Jahren als BenQ pleit gegangen war, gibt es jetzt grossen Bedarf an technikern, Facharbeitskräften. Für die Bandarbeiter ist es sicher schwieriger, aber dazu gibt es auch Chancen wenn die ein bisschen flexible sind, und nicht dagegen andere Tätigkeit zu üben.
 
 
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tk
08-feb-08
Wie (und wann) rechnet sich eigentlich fuer Nokia die Verlagerung? Im Normalfall ist doch, wenn eine Firma sagt, das Produkt kann im Werk B guenstiger produziert werden als in A -> also verlagern...
Aber in Rumaenien steht doch noch die gruene Wiese. Da muss ein komplett neues Werk aufgebaut werden, Arbeiter angelernt werden (wer lernt die eigentlich an? Offensichtlich ja keiner aus Bochum...), da stehen doch riesige Investitionen an. Was passiert dann eigentlich mit dem Bochumer Werk? Verkaufen? Evtl. koennte ja eine umgestellte Produktion mit einem Grossteil der Arbeiter, von einer anderen Firma weitergefuehrt werden. Wenn sich das rechnet, ist wohl eher selten der Fall. Es wundert mich auch, dass Nokia nicht erstmal parallel das Werk in Rumaenien aufbaut und schrittweise verlagert. (Oder ist das der Plan und es wurde nur ungewoehnlich frueh bekannt gegeben?)
Hat da jemand naehere Infos?

Gruss,

Thomas
 
 
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Guomindang (Gast)
08-feb-08
Neue Werke zu bauen und Leute anzulernen kommt Konzerne allemal billiger, als in D die hohen Abgaben und Löhne zu zahlen. D ist kein sonderlich guter Standort mehr. Nicht mehr konkurrenzfähig.
Die Verlagerung rechnet sich genau in dem Moment in welchem die Firma die deutsche Grenze in Richtung Ausland überschritten hat.
Deutsche Produkte in D hergestellt sind absoluter Mist. Teuer und ständig kapputt. "Made in Germany" war irgendwann während der Wirtschaftswunderjahre mal ein Qualitätsmerkmal. Jetzt nicht mehr. Der Spruch taugt noch nicht mal mehr für Werbung.
 
 
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FarmerJack (Gast)
09-feb-08
"Teuer und ständig kapputt."

stimmt, dafuer kauf ich mir auch lieber billige und staendig kaputte chinesische produkte........
 
 
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Guomindang (Gast)
09-feb-08
Ich kann mich über die chinesischen und/oder asiatischen Produkte nicht beschweren. Funktioniert auch unter Belastung einwandfrei.
 
 
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Guomindang (Gast)
09-feb-08
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Der Belgier

Der Belgier ist schwer verschuppt,
daran sein Herz verstorben.
Der Belgier ist grundkorrupt
und von Geburt verdorben.

Der Belgier verflucht sein Land,
das ödeste von allen.
Der Belgier hat einen Strand,
gespickt mit Feuerquallen.

Der Belgier frißt Pommes roh
und beim Essen raucht er.
Der Belgier drückt aufs Niveau,
und Kinder, die mißbraucht er.


Der Italiener

Dem Itaker (sprich: Mafia)
soll Leben pure Lust sein:
Vorm Töten tut er Öl ins Haar,
das stärkt sein Selbstbewußtsein.

Danach schmalzt er sein "Ti amo".
Er ist ein eitler Pudel.
Frag ihn nach Michelangelo,
er hält es für 'ne Nudel.

Die Schuhe mag er weich und leicht,
die Sohlen ohne Rille:
Ein Killer, der nach Hause schleicht,
tut's gern in aller Stille.
 
 
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(thread closed)

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