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Totale Telefonie Abzocke   guter beitrag schlechter beitrag
Eni
16-dez-04
Hallo zusammen!
Mein Freund, der mich aus Deutschland angerufen hat, hat fuer ein Gespraech rund 76 EURO bezahlt, weil Arcor 01070 seinen Minutenpreis von ca. 2 Cent/Min auf 1,23 EURO/Min angehoben hat. Das ist eine Unverschaemtheit finde ich, vor allem, weil die das nicht durchgesagt haben. Kennt sich jemand von Euch aus, was man da machen kann?! Ist das rechtens, den Preis mal eben zu versechzigfachen?! Und kann man das Geld zurueckbekommen?
 
 
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Godfather
16-dez-04
Hallo Eni,

gleiches Problem hatte mein GM auch, als er in Deutschland war. Das Problem mit Arcor hatte er aber schon im Sommer. Du kannst da gar nichts machen. Mein Chef hat sogar bei der RegTP, also diese Regulierungsbehörde angerufen und es gibt keine Pflicht den Preis durchzusagen.

Was kann er also machen. Die Rechnung zahlen und zukünftig immer im Internt checken was gerade am besten ist. Es gibt ja unzählige Seiten dafür.

Zaijian
Godfather
 
 
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Franco
16-dez-04
Was sagt zu so etwas denn der Verbraucherschutz? Das ist ja wohl eine sehr "abenteuerliche" Geschichte. Machen andere Anbieter das auch so? Hat er denn bei Arcor angerufen und sich beschwert? Ob eine solche "Spanne" in einem Vertrag ohne explizite Bekanntgabe rechtskraeftig vereinbart werden kann, scheint mir hinterfragungswuerdig.

Frank
 
 
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das tanZende U
16-dez-04
SO weit ich das weiss, ist das Problem bei Arcor, dass man dort keine Billig Vorwahl waehlen kann. hat er denn eine Billig-Vorwahl genommen? Wenn ja, wird diese nicht akzeptiert.

Hab grad auchnochmal auf der Arcor HP geschaut, guenstigestes (Toplaender) ist da 4,5 cent/min. Schaetz mal china zaehlt nicht dazu.
Eigentlich kann ich Franzo nur zustimmen, das wird und duerfte in Deutschland nicht sein, dass der Preis einfach angehoben wird. man muss da mal genauer die Tarife von Arcor angucken.

Bis denn
U
 
 
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Godfather
16-dez-04
Jungs,

denkt doch mal mit... jetzt muss ich wegen euch auch noch mein Hirn wieder hochfahren... und dabei hat es doch so schön geruht;-)

Ich denke mir doch mal, dass Eni hier nicht Arcor als Preselection Anbieter meint, sondern als Call-by-Call. Ergo gibt es hier keinen fixen Vertrag, sondern mit jedem Telefonat kommt sozusagen ein neuer Vertrag zustande. Wie gesagt dagegen kann man nichts machen, da muss man sich schon selber erkundigen wie denn die Tarife sind.

Aber ich stimme schon zu, dass es eine Frechheit ist, zunächst mit 2ct/min zu werben und dann im Stillen die Gebühren auf Telekomniveau zu hieven... oder sogar höher.

Zaijian
God
 
 
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VolkmarSteiner
16-dez-04
@Eni

Da hast Du noch Glück gehabt, meine Frau hat mit ihrer Schwester telefoniert für 'preisgünstige' 1,9 cent/Minute
- wie sie glaubte - und mich hat fast der Schlag getroffen, als ich für ein Telefonat sage und schreibe 426 ? zahlen durfte. Meine Reklamation bei Arcor hat da auch nichts erbracht.

Seit der Zeit sind die von unserer Liste gestrichen und mit den anderen Anbietern gibt es diese Missverständnisse/Probleme bsiher noch nicht.

Gruß Volkmar
 
 
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Franco
16-dez-04
ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hatte ich Loecher in den Taschen von den Muenzen um Ferngespraeche zu fuehren. Da waren 425Eurounfaelle unmoeglich.

Solche Zustaende sind eine echte Herausforderung fuer den Rechtsstaat. Hat noch keiner gefragt was der Verbraucherschutz dazu sagt.

Die einzige Strategie die ich bei sowas vermuten kann, ist eine Antihaltung gegen Vorwahlen zu erzeugen, um den Kunden wieder zu Festvertraegen zu bekommen. Und ob das darf weiss ich nicht.

Aber in jedem Fall wenn es denn darf, darf es nicht duerfen. ;-)

Frank
 
 
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Frieder Demmer
16-dez-04
www.tariftipp.de (oder tariftip) - erst schauen dann waehlen ;-)

Dumme Sache natuerlich...
 
 
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Eni
16-dez-04
Danke fuer Eure Antworten. Natuerlich hat mein Freund sich mit diesem Arcor Menschen angelegt, aber das hat nichts gebracht (Details spaeter). Diese Tarifseiten im Internet kennen wir natuerlich auch, jedoch schwanken die Preise dort zumeist um circa einen Cent, wofuer sich der Nachguckaufwand vor jedem Telefonat bisher nicht unbedingt noetig war. Auf der Verbraucherschutz HP steht leider nichts ueber einen solchen Fall, aber ich werde da auch mal nachfragen, wenn ich um die Weihnachtszeit wieder in D bin.
 
 
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derhenne
16-dez-04
Ich hab am Anfang mal alle günstigen Anbieter probiert und benutze jetzt nur noch diejenigen, die das Verbindngsentgelt vorher ansagen - um nicht in so eine Falle zu tappen
 
 
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Franco
16-dez-04
@FD
Wenn es wirklich moeglich ist dass Arcor 426 Euro fuer ein einziges Telefongespraech kassiert, gehoert das in jede Tageszeitung mit einem Aufruf zum Generalboykott. Es lebe die Telekom, die sind wenigstens ehrlich zu ihren Kunden. ;-)

Und wenn ein solches Vorgehen dann auch noch rechtens sein sollte, waere es Fahnenflucht des Rechtsstaates. Wenn man mit so etwas zu rechnen hat, koennen wir auch Oma's auf der Strasse vergewaltigen und Babies fressen. Sowas laesst sich nicht im geringsten mit allem was ich ueber Vertragsrecht, Willenserklaerungsabgabe, ecc. je gelernt habe in Einklang bringen. Ein Hoch auf den betrunkenen unbeteiligten Dritten. Der koennte das nur im Suff ertragen.

Frank
 
 
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Frieder Demmer
16-dez-04
Die Frage ist ob eine uebergangslose verfuenfzigfachung des Preises nicht im Kern sittenwidrig ist. Es kann etwas im engeren Sinne rechtens (d.h. es besteht keine Ankuendigungspflicht) aber trotzdem sittenwidrig sein - wer will kann diesen Andsatz weiter verfolgen - koennte ein stattliches Klagesuemmchen zusammen kommen... .

Ich vermute das Problem ist, dass die 1 Euro nicht exorbitant hoch, sondern die 2 Cent exorbitant niedrig waren, will sagen, Arcor koennte argumentieren, dass die 1 Euro ein sittengemaesser Preis sind, eben das von dem ich ausgehen muss - und die 2 Cent eben nur die glueckliche Ausnahme, von der der Kunde aber nicht selbstverstaendlich ausgehen darf. Trotzdem nicht uninteressant... .
 
 
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Franco
16-dez-04
Ob nun 1 Euro, oder ,02 Cent angemessen ist entscheidet "der Markt". Ich glaube nie und nimmer, das mehr als ein Bruchteil der Gespraeche nach China in der Naehe des 1 Euro laufen. Insofern wuerde ich auch in Frage stellen, ob ueberhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist. Oder ob lediglich eine "Leistungserbringung" ohne Vertrag erschlichen wurde. Die Abgabe einer vertragsschliessenden Willenserklaerung wuerde ich hier energisch bestreiten. Wenn sich das ganze dann noch in eine, je nach Fall, existenzgefaerdende Hoehe hochschaukelt, wie bei den 467 Euro, glaube ich das jeder Richter mindestens mildernde Umstaende fuer Steinwuerfe in Arcor Laeden gewaeren wuerde.

Ich glaube, dass zumindest bei den 467 Euro, Ansprueche in einem ganzen Wust von Paragrafen begruendet sein koennten, die ein Anwalt (Staatsanwalt?) entspechend zu ueberpruefen haette.

Hat der Betroffene eine Rechtsschutzversicherung?

Frank
 
 
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tk
16-dez-04
@Eni

willkommen im Club, ich hatte mal selbiges Problem, ging letztendlich "nur"
um ca. 300 €. Im Nachhinein läßt sich da nicht mehr viel machen. Mein Tip für die Zukunft:

- Unter www.teltarif.de NUR Nummern mit Ansagetext auswählen (per Vorsortierung möglich). Wenn der Minutenpreis vor dem Telefongespräch durchgesagt wird, telefoniert es sich wesentlich sicherer und man muß nicht vor jedem Gespräch nachschauen.

Gruß,

Thomas
 
 
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Eni
17-dez-04
nach Aussage des Arcor A... im Call Center besteht Informationspflicht des Kunden, d.h. vor jedem Telefonat nachgucken. "Da koennen wir nix machen."
 
 
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Godfather
17-dez-04
"Insofern wuerde ich auch in Frage stellen, ob ueberhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist. Oder ob lediglich eine "Leistungserbringung" ohne Vertrag erschlichen wurde. Die Abgabe einer vertragsschliessenden Willenserklaerung wuerde ich hier energisch bestreiten."

Das wäre ja ein Fall für Ally McBeal...

Franco, da ist ganz klar ein Vertrag zustande gekommen. Schließlich würde so eine Industrie nicht im rechtslosen Raum agieren. Wenn du in einen Bus einsteigst kommt auch ein (Beförderungs-)Vertrag zustande... und wenn du nicht zahlst, dann kannst du ja auch nicht sagen "Ich habe niemals zugestimmt den Preis zu zahlen."
Ich vermute, dass mit Wählen der CbC Nummer du eine Willenserklärung abgibst, dass du nun mit Arcor telefonieren möchtest. Arcor nimmt diese an und vermittel das Gespräch. Dadurch kommt Acor seinen Pflichten gem. §433 Abs.1 nach und die können dann natürlich verlangen, dass die auch bezahlt werden (§433 Abs. 2)

Als absoluter Laie auf dem Gebiet frage ich mich, ob man das ganze nicht nach §119 BGB (Anfechtbarkeit wegen Irrtums) anfechten kann. Dem kann aber entgegengesetzt werden, dass der Kunde eine Pflicht hat, die aktuellen Gebühren selber zu erforschen. Ich vermute mal, dass es rein rechtlich gesehen wohl jedes Telefonat ein neues und unabhängiges Rechtsgeschäft ist und daher die Gebühren bei vorangegangene Telefonate nicht so einfach zum Vergleich rangezogen werden können. Wenn doch, dann kann ja wieder, wie von Frieder schon herangezogen, §138 Abs. 2 (Sittenwidrigkeit) bemüht werden. Fraglich ist aber, ob das wirklich gegen die gute Sitte verstößt. Vielleicht würde es dann der Fall sein, wenn Arcor zuvor immer die Ansage mit den 2 ct gemacht hat und das dann aber auf einmal unterlassen hat, wegen dem hohen Preis. Das wäre ja schon Täuschung und ist nach §123 Abs. 1 anfechtbar.

Ich glaube der größte Schaden würde Arcor entstehen, wenn man damit versucht an die Presse zu gehen. So eine negative Publicity wird sicherlich dazu führen,
 
 
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Godfather
17-dez-04
dass ein Sprecher dann eines Tages sagt, dass

"diese vereinzelten Fälle jetzt erst aufgefallen sind und es sich selbst verständlich dabei um kein Täuschungsmanöver handelt. Vielmehr haben wir von Arcor unsere Preise in diese genannten Zielregionen so dem Markt angepasst, damit wir unsere Europäischen und Inlandsgespräche nach wie vor zum geohnt niedrigen Arcortarif anbieten können. Selbst verständlich bestehen wir nach anfänglichen Problemen nicht darauf, dass entstandenen Beträge komplett gezahlt werden müssen. Daher haben wir unserer Kundenabteilung schon aufgetragen den Kunden ein Gutschein über XXX Euro zu übermitteln und hoffen darauf, dass diese uns als treuen Kunden erhalten bleiben"

Nichts ist schlimmer für die, als wenn mal ein paar Tage durch die Medien geistert, dass Arcor die Preise einfach so extrem erhöht... dann werden viele erst einmal diese Nummer streichen.

Vielleicht befindet sich ja jemand im Forum, der meine wirren Gedanken mal aussortiert und bereinigt und etwas mehr zu der Rechtsgrundlage sagt.

Zaijian
God
 
 
aw: Totale Telefonie Abzocke   guter beitrag schlechter beitrag
Franco
17-dez-04
@GF
Nein. Ich glaube nicht das ein Vertrag zustandegekommen ist.

Keiner derer die sich hier gemeldet haben, hat je eine Willenserklaerung abgegeben eine Dienstleiestung in Anspruch zu nehmen, die in 500 Euro endet.

Jeder, der die Leistungen von Arcor in Anspruch genommen hat, war sich darueber im klaren das er mit Aenderungen zu rechnen hat. In welchem Rahmen muss sich aufgrund fehlender Explizitaet auf Treu u. Glauben stuetzen. Bei derartigen Unterschieden kann man auch wieder eine Gebuehrenansage verlangen auch wenn grundsaetzlich nicht vorgeschrieben. Wenn aber der nach Treu u. Glauben in Erwaegung zu ziehende Rahmen so derart gesprengt wird hat man einen Anspruch darauf, bzw. Arcor kann das reine Waehlen Ihrer Nummer nicht automatisch als Willenserklaerung im Sinne der entsprechenden BGB Vorschrift waehlen.

Ist aber auch alles egal. Sowas darf nicht duerfen. Nein, nein, nein. Und ich will auch nicht glauben, dass es noetig sein muss die Gesetzgebung dafuer zu bemuehen. Das darf jetzt schon nicht duerfen.

@Clemens
Wie waere es denn mit einer Sektion, in der sich alle Geschaedigten eintragen koennen. Da besteht doch ein eindeutiger Chinabezug?

Frank
 
 
aw: Totale Telefonie Abzocke   guter beitrag schlechter beitrag
Petrermedia
17-dez-04
Nur mal so zu bedenken. Ist der Preis bei Acor nicht schon lange hoch. Meine Frau hatte sich vor einem Jahr mal aus Versehen ( vertippt) die 01070 gewählt und wir haben das seinerzeits mit auch mit 50 Euro Schulgeld beglichen.
Daraus kann man halt wie von anderen schon angeführt nur lernen und Nummern mit Preisansage benutzen. Die anderen seri. werden dann nachziehen, und die anderen eben leer ausgehen,
 
 
aw: Totale Telefonie Abzocke   guter beitrag schlechter beitrag
Franco
17-dez-04
Das man nicht ohne Ansage telefonieren sollte, ist ok. Ich weigere mich aber dennoch so etwas zu akzeptieren. Das darf nicht sein.

Es gibt in Bologna ein Ueberwachungssystem fuer Autos die in die Innenstadt einfahren und keine Genehmingung haben. Das System bestand seit Jahren, war aber wie TollCollect mit kleineren Maengel behaftet. Irgendwann vor nicht all zu langer Zeit wurde es dann eingeschaltet. Ein indirekter Bekannter ist seit Jahren immer auf dem selben Weg zum Arbeitsplatz gefahren. Bei Einschaltung des Systems sind dann auch die Verbotsschilder gueltig geworden die unter den Kameras stehen. Soweit so gut.
Nach drei Monaten kam dann die erste Gebuehrenabrechnung fuer 26 Einfahrten zu je 135 Euro. In zwei Monaten danach nochmal das gleiche.

Sowas darf nicht rechtens sein.

Frank
 
 
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