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aw: Zurück zur klassischen Rechtschreibung   guter beitrag schlechter beitrag
norb
20-nov-04
Guter Tip, wo's langgeht:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E54726260770C4D178B532D89CF565B98~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
 
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the O
21-nov-04
Aufschlußreiches Spiegel-Gespräch mit Doris Ahnen

http://premium-link.net/$62535$970529657$/0,1518,328822_eza_00050-328822,00.html
 
 
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the very insider
21-nov-04
"So genannte " Bildung!

Erneut schlechte Pisa-Noten für Deutschland

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,328984,00.html
 
 
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norb
21-nov-04
@ the O

Nachtigall, ick hör dir trapsen:
Das kannst Du nicht, Ahnen, Du munteres Rehlein Du!
 
 
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the O
21-nov-04
@ norb

Unsere Doris sieht ja eigentlich ganz gut aus, finde ich.
Aber ist sie nicht auch ein bißchen einfältig?

SPIEGEL: Aber die frühere Einheitlichkeit der Schriftsprache ist durch die Reform ohne Grund zerstört worden.

Ahnen: Sie ist nicht ohne Grund zerstört worden.

SPIEGEL: Aber dass sie zerstört worden ist, geben Sie zu?

Ahnen: Nein, das gebe ich nicht zu.

Diese Frage- und Antwortfolge habe ich fünfmal gelesen - und nicht verstanden.

"Sie ist nicht ohne Grund zerstört worden." besagt doch: "Sie ist mit Grund zerstört worden." Hat sie im Interview die Betonung möglicherweise auf "nicht" gelegt? Womit sie sagen wollte: "Sie ist nicht zerstört worden, auch nicht 'ohne Grund'."? So, wie es hier steht, verstrickt sie sich einen seltsamen Widerspruch!

Ihre Argumentation mit "platzieren" zu "Platz" als Replik auf "so genannt" und "halb tot" offenbart ihre wahre Naivität und Einfalt. Ich fürchte nur, sie glaubt selbst ganz fest an die Richtigkeit ihrer Argumentation.

Dieses Interview müßte doch den Spiegel-Herausgebern endlich die Augen öffnen, was ihr Zuwarten letztendlich bewirkt:
noch mehr Verwirrung und Chaos.
 
 
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norb
21-nov-04
@ the O

Unsere Doris (Nick: die tödliche Doris) behauptet:

1. "Wenn man liest, erschließt sich das Verstehen im Zusammenhang."
Für Schulaufsätze von 14jährigen mag das sogar zutreffen, aber wie sieht's denn aus bei komplizierten technischen Beschreibungen oder bei Bedienungsanleitungen etc. Und wie ist das z. B. bei Gerichtsverhandlungen, komplexen Verwaltungsverfahren oder polizeilichen Vernehmungsprotokollen und gar bei komplizierten Geschäftsverträgen. Da kommt es doch auf jedes einzelne Wort an, das muß doch vorher und hinterher gedreht und gewendet werden, wie es jetzt gemeint sein soll/te, ob es zum Vorteil oder zum Nachteil der Interessen der jeweiligen Kontraktpartner ausgelegt werden kann oder muß.

2.) "Die Rechtschreibreform hat nicht zur Verwirrung beigetragen. Was die Betroffenen verwirrt und verunsichert hat, war die öffentliche Debatte, als einige gesagt haben, wir machen da nicht mit."
Allseits gängige und typische Politiker-Logik: An der Verwirrung über die Rechtschreibreform sind ihre Kritiker schuld, weil sie öffentlich auf deren Widersprüchlichkeiten und logische Fehler hinweisen.

3.) "Wer im Rat für deutsche Rechtschreibung sitzt, kann weder so noch so eine lupenreine Position vertreten. Denn der Rat hat den Auftrag, Gemeinsamkeiten zu finden. Deswegen müssen sich die Leute bewegen."
Sie wundert sich aber immer noch, daß unter diesen Bedingungen die wirklichen Sachverständigen (Akademien für Sprache, Dichtung und Künste, Schriftsteller, Autoren usw.) eine Mitarbeit in diesem dubiosen Gremium ablehnen.

Fazit: Es reicht nicht, nur inkompetent zu sein, man muß auch in die Politik gehen!
 
 
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uli
21-nov-04
@ the very insider

Jetzt also der nächste PISA-Hammer! Und die merken immer noch nichts.
Die müssen doch riesige Gentomaten auf den Augen haben, wenn die nicht allmählich schnallen, wie es mit dem Lesen und Schreiben in den deutschen öffentlichen Schulen und mit der Praxis der deutschen Schriftsprache insgesamt rasant abwärtsgeht. Spüren die überhaupt noch was sprachlich?

Die Kiinder von "schlechter Verdienenden", also Kinder von "ArbeiterInnen" und "MigrantInnen", die dürfen das jetzt alles ausbaden! Ein echt bestürzendes und niederschmetterndes Ergebnis: Das "vielversprechende" Licht am Ende des Tunnels erweist sich als "viel versprechende" Lokomotive mit voller Kraft voraus in Gegenrichtung!). Spätestens ab August 2005 werden sie als hoffnungslos Unterprivilegierte und sozial Deklassierte vielleicht merken, warum ihnen "vielversprechend" als Fehler angekreidet wird. Und die "besser Verdienenden" schicken ihre Kids sowieso nur noch auf Privatschulen. Eine beneidenswerte soziale "Errungenschaft".

Aber nicht nur in der Schule. Nur ein Beispiel: Seit Wochen läuft bei uns (spreche von D/nicht von CH!) der amerikanische Animationsfilm "Shark Tale" unter der Bezeichnung "Grosse Haie - Kleine Fische". Macht doch nichts, ist echt "neu", daß in Filmtiteln derart krasse Rechtschreibfehler unbemerkt bleiben. (Bei schanghai.com spielt das ohnehin keine Rolle, die gehen zum lustigen Hühnerschiessen/natürlich ebenso falsch wie supergeil - alt wie neu) in Schanghai in die Parks.

Echt, wenn man überlegt, welche Cluster von "hoch qualifizierten" Werbe- und PR-Fachleuten normalerweise an einem solchen Filmplakat mitarbeiten, bevor es hunderttausendfach gedruckt wird, wird auch den letzten Deppen klar, daß es sich bei einem Großteil unser Medien nur noch um "hoch bezahlte" Verdummungsmultiplikatoren handelt ...

Aber gut, wie sagte schon Brecht?: Dummheit macht sich dadurch unsichtbar, daß sie unermeßliche Ausmaße annimmt.
 
 
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Lydi
21-nov-04
Habe grade auch die Nachricht in der Tagesschau gehört. Über 22 Prozent der heutigen Schüler können kaum lesen oder schreiben. Wächst da nicht ein neues ?Lumpenproletariat? heran?
Wer will die denn haben, ich meine, was sollen die denn mal werden? Wovn sollen die leben? Sozialhilfe bei leeren Kassen? Da sehe ich aber mehr als schwarz.

Hoffentlich geht das gut!
 
 
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jos birklbacher
21-nov-04
Daß Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind, weiß inzwischen jeder. Das gilt auch für PISA. Ich bin zwar kein schlagfertiger Spiegel-Redakteur, war aber mehrere Jahre Lehrer in Wien und weiß deshalb zufällig ein bißchen Bescheid in dieser Frage.

Dem Argument der gestiegenen Fehlerzahlen in den Schulen (1.200 untersuchte Diktate vor und nach Einführung der Reform) entgegnet Frau Ahnen mit einem vagen Verweis auf eine Studie aus Österreich, deren statistischen ?Inhalt? sie offensichtlich nicht kennt.

An dieser Untersuchung aus 1996/97 nahmen genau 27 Schülerinnen eines Wiener Gymnasiums teil, die allesamt seit 1995/96 in Reformorthographie unterrichtet worden waren. Alle 27 Mädchen gehörten zur gleichen Klasse desselben Jahrgangs derselben Lehrerin, welche gleichzeitig die Autorin der Studie ist. Alle Mädchen genossen in der Zeit, in der sie von der Lehrerin gemeinsam unterrichtet wurden, denselben Unterricht.

Wen wundert das Ergebnis einer solchen Studie? Da haben sich die Spiegel-Redakteure leider clever bluffen lassen.

Beste Grüße
 
 
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doro
21-nov-04
@ the very insider

Danke fuer den interessanten link!

Inhaltlich kann ich dem interview von frau Ahnen mit dem Spiegel zur rechtschreibreform kaum etwas entnehmen. Sie betet brav die bekannte alte leier herunter: weniger regeln, angeblich einfachere kommasetzung, akzeptanz an den schulen. Den konkreten feststellungen und fragen der SPIEGEL-redakteure weicht sie immer nur mit allgemeinplätzen aus.

Dann aber setzt sie noch einen drauf: Nicht einfacher sei die rechtschreibung geworden, dafür aber einfacher vermittelbar.

Como?! War nicht eine leichtere erlernbarkeit der rechtschreibung das ursprüngliche ziel gewesen? Denken die da oben eigentlich nur an sich?
 
 
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Jessica
21-nov-04
Apropos PISA

Die einzige Frage, die sich mir nach diesem neuerlichen PISA-Desaster stellt, ist: Wie geht es in dieser total verfahrenen Situation weiter?

Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung zeigt sich die Kultusminister-Präsidentin hilfloser als je zuvor. Sie klammert sich an den vorgesehenen "Rat für deutsche Rechtschreibung", der es richten soll, dies aber nicht kann und nicht wird.

Das Ergebnis der Arbeit dieser Institution steht bereits jetzt fest, da im wesentlichen KMK-loyale Verbandsfunktionäre die Arbeit der Zwischenstaatlichen Kommission auf der Basis des "amtlichen Regelwerks" (unter Einbezug der bereits gefaßten Änderungsbeschlüsse) fortschreiben sollen. Den gesamten zweiten Teil des Interviews kann man in einem Satz zusammenfassen: "Der Murks geht weiter."

SPIEGEL und SZ haben es jetzt in der Hand, einen positiven und entscheidenden Beitrag zur Sache zu leisten. Dazu wäre es allerdings erforderlich, daß sie sich aufgrund der immer brenzliger werdenden Situation (siehe Pisa II) wieder auf ihre bereits gewonnene Einsicht besinnen. Das hieße nichts anderes, als die Rechtschreibreform schlicht und einfach endgültig für sich abzufrühstücken. Dann wäre der ganze Spuk schnell vorbei.
 
 
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Frieder Demmer
22-nov-04
Wie lernt man besser lesen, schreiben und rechnen?

In dem man mehr liest, schreibt und rechnet.

Das zu steuern haben nicht primaer die staatlichen Bildungsinstitutionen in der Hand, in der Kinder und Jugendliche weniger als 20 Prozent ihrer Zeit zubringen. Ein Teil unseres Bildungsdielemmas ist diese Verantwortungsabgabe. Bildung muss auch zu Hause stattfinden, gefoerdert und gefordert werden (in welchen Haushalten wird heute noch vorgelesen und gemeinsam gesungen?).

Das es Verbesserungspotential im deutschen Schulwesen gibt, steht ausser Frage. Das groessere Potential sehe ich jedoch klar ausserhalb der Schule.

Leseverstaendnis steht im uebrigen in so gut wie keinem Verhaeltnis zur Rechtschreibung, zumindest nicht so lange wir von dem Abweichungsmass sprechen, wie es durch die Rechtschreibereform verkoerpert wird. Die Rechenleistung sowieso nicht, insofern ist mir der Rekurs auf die RR in diesem Fall wenig einleuchtend.
 
 
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norb
03-dez-04
Wo war der Küstenschutz?
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E01186CB77CF349FBBD5D4A829C735ED3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
 
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